Pferd: Zahnprobleme / Haken / Hakenzahn

Als einen Hakenzahn bezeichnet man im allgemeinen den einzeln stehenden Eckzahn (latainisch: „Dens caninus“) jeder Kieferhälfte im Ober- und Unterkiefer, welcher sich bei Pferden  zwischen den Schneidezähnen und den Backenzähnen befindet. Umgangsprachlich ist aber in den meisten Fällen die Scharfkantigkeit der Zähne mit Haken gemeint. Beim natürlichen Abnutzungsvorgang beim Kauen können sich spitze Kanten an den Zähnen bilden.

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Diese wirklich sehr scharfen Kanten werden dann Haken genannt und können dem Pferd beim Fressen ernsthafte Verletzungen zufügen. Mit der Zeit können die Haken höher werden und das Pferd könnte sich beim Kauen in die Zunge oder Schleimhäute im Mundraum schneiden. Umso hoher und schärfer die Hakenzähne werden umso größer die Schmerzen beim Pferd. Durch die Schmerzen könnte das Pferd die Nahrungsaufnahme verweigern oder es kaut das Fressen deutlich schlechter. Manchmal kann man im Kot des Pferdes unzerkautes Futter erkennen. Säurehaltiges Futter, wie zum Beispiel Äpfel oder andere Obstsorten würde an den Schleimhäuten brennen und Schmerzen verursachen. Wenn das Pferd solch Futter nicht aufnimmt kann dies auch ein Anzeichen für Hakenbildung im Zahnraum beim Pferd sein.

Beim Reiten könnten sich die Probleme soweit äußern, dass das Pferd sich nicht mehr stellt und sich gegen das schmerzende Gebiss wehren. Besonders Acht sollte man bei Gebissen mit Ringen geben. Diese können nämlich besonders gegen die Backenzähne drücken. Schleimhäute werden so gegen die scharfkantigen Hakenzähne gedrückt und lösen Schmerzen beim Pferd aus.

Kontrollieren Sie die Zähne Ihres Pferdes regelmäßig, am besten 2 mal im Jahr. Wenn eine Hakenbildung vorliegt, so werden die Kauflächen der Backenzähne abgeraspelt um die Haken zu beseitigen. Das Raspeln ist schmerzfrei, jedoch wehren sich Pferde gerne gegen die ungewohnte Art der Zahnbehandlung, so dass in fast allen Fällen ein Beruhigungsmittel nötig ist.


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