Durch verschiedene Ursachen können sich im Magen-Darm-Trakt Gase bilden, die das Verdauungssystem aufblähen. Ein Aufstossen (Rülpsen) oder Erbrechen ist durch den Schliessmuskel im Magen praktisch unmöglich, Gase können also nicht über die Speiseröhre entweichen. Dadurch hat das Pferd nicht nur starke Schmerzen im Bauch, es kann auch zu Darmverschlingungen kommen. Im schlimmsten Fall können Magen- oder Darmwände reißen oder der Darm drückt in den Brustraum des Pferdes und es erleidet einen Kreislaufzusammenbruch, in schweren Fällen könnte das Pferd an der Kolik, der sogenannten Gaskolik, sterben.
Das Pferd bekommt schmerzstillende Mittel verabreicht. Außerdem bekommt es ein Mittel gegen Blähungen um die Gase zu reduzieren. Weitere Möglichkeiten wären das einführen einer Nasenschlundsonde und dem Pferd Parafinöl. Die Gase weichen im besten Fall über die Sonde ab. Ist dies nicht der Fall, so wird der Tierarzt versuchen die betroffene Stelle des Darms an der rechten Flanke von außen zu punktieren. Das heisst, er rasiert und desinfiziert von außen das Fell, betäubt die Region und sticht mit einem Stechinstrument in den Blinddarm hinein um Gase entweichen zu lassen. Die Gefahr einer Bauchfellentzündung bleibt, da Teile des Darms beim herausziehen des Stechinstrumentes aus dem Körper gelangen könnten. Wenn die Symptome ganz neu auftauchen und das Pferd noch keine großen Schmerzen verspürt, so kann man auch versuchen eine Mischung aus Fenchel, Anis und Kümmel unter das Futter zu mischen. Täglich je einen Esslöffel (bei einem Großpferd) über das Futter geben.