Pferde-Box einstreuen – Stroh oder Hobelspäne?
Jede Box braucht Einstreu, nur welches ist das bessere? Stroh oder Hobelspäne? Alles hat seine Vorteile und Nachteile.
Stroh hat zum Vorteil, dass es auch gleichzeitig als Raufutter dienen kann. Das Pferd hat so die Möglichkeit wie in freier Natur auf natürlich Weise nach Nahrung zu suchen. Es beschäftigt das Pferd und verhindert auch etwas Langeweile. Die Nachteile wiederum sind auch eindeutig: Es staubt und es können sich bie hoher Feuchtigkeit leicht Schimmelpilze bilden, da Stroh ähnlich wie ein Schwamm wirkt: Das Stroh nimmt Feuchtigkeit und Urin des Pferdes auf, der biologische Abbau beginnt und es wird Ammoniak ( Folgen siehe weiter unten ) produziert. Durch den Druck den das Pferd auf dem Stroh aufbaut, wird das Stroh quasi wieder ausgewrungen. Folge: Das Pferd steht in einem "Sumpf".
Eine Alternative zum Stroh als Einstreu sind deshalb in erster Wahl staubfreie Hobelspäne. Hobelspäne halten meist auch den Druck des Pferdes aus und geben keine Flüssigkeit wieder ab. Nachteil bei Hobelspänen ist allerdings die Verrottungszeit. Es braucht viel mehr Zeit als Stroh um sich biologisch abzubauen. Allerdings gibt es mehrere Arten von Hobelspänen. Es gibt welche, die die Feuchtigkeit nicht nur vollständig aufnehmen, sondern sie auch irreversibel speichern. Da sie darüber hinaus auch die Bildung von Ammoniak in ihrem Innern unterbinden kann ist es ein besonders gutes Einstreu. Ansonsten gibt es als weitere Alternativen noch Strohmehl, Leinstroh oder Strohpellets.
Es bleibt einem natürlich aber auch selber überlassen, ob man jeweiliges Einstreu mit einem anderen mischt. Zum Beispiel Stroh und Hobelspäne können miteinander gemischt werden um etwa Kosten beim Einstreu zu sparen.
Da das Pferd beim Ausscheiden von Urin auch Ammoniak ausscheidet sollte die Box des Pferdes auch täglich gesäubert werden. Das gasförmige Ammoniak, das sich aus dem Pferdeharn durch natürlich-biologischen Abbau bildet, verbindet sich am Boden mit Wasser zu Salmiak. Dieses Salmiak kann die Hufe des Pferde aggressiv angreifen. Hufkrankheiten wie Strahlfäule, Hufabszess bis hin zum Hufkrebs kann durch den Salmiak hervorgerufen werden. Verätzte Hufen wiederum bieten Keimen und Bakterien hervorragende Möglichkeiten sich zu vermehren und so andere Krankeheiten wie zum Beispiel Lahmheit durch Eiter und dem Binnendruck der Hornkapsel in der Hufe.


Vermisse in dem Beitrag einen Kommentar zu der Option die Einstreuarten zu mischen. Sonst sehr informativ.
Da hast du natürlich recht, wird hinzugefügt