Pferdepflege – Wie der Name schon sagt: Alles rund um die Pflege von Pferd und Pony

Nov
11.

Winterzeit = Teezeit – Auch für ihr Pferd!

Eines Vorweg: Das Tee kein medizinisches Heilmittel im Fall einer Krankheit ist, sollte jedem klar sein! Tee ist quasi nur eine Belohnung mit evtl. begleitenden Eigenschaften die förderlich sein können. Es kommt selten vor, aber ab und zu kann ein Pferd auch gegen manche Teesorten allergisch reagieren oder andere Unverträglichkeiten aufzeigen. Daher sollten sie bei Krankheiten, egal welcher Art, immer einen Tierarzt zu Hilfe holen.

Das auch Pferde gerne Tee trinken haben Sie vielleicht schon gehört, aber wussten Sie auch, dass Tee ihrem Pferd nicht nur gut tut weil es mal etwas mit Geschmack trinken kann?

Tee hilft bei Pferden auch bei Husten oder fördert die Verdauung. Je nach Sorte des Tee’s wirkt der Tee auch beruhigend oder pflegt die Haut schön.

Hier eine kleine Auflistung von ein paar Teesorten:

  • Johanniskrauttee ist gut für die Nervenstärke, fördert aber leider auch die Lichtempfindlichkeit des Pferdes. Möglich Folge: Sonnenbrandgefahr im Sommer
  • Island-Moos-Tee hilft meist gegen Husten, bei Appetitlosigkeit oder zur Vorbeugung gegen Darmerkrankungen und Koliken.
  • Borretsch-Tee (Blätter- und Blütengemisch) ist gut für die Konstitution (biologische & psychische Merkmale)
  • Hagebutten Tee – sehr vitaminreich, schützt ihr Pferd bei kalten Tagen.
  • Schachtelhalmtee ist gut für die Haut und hilft gegen Ekzeme
  • Schwarzer Tee (leichte Mischung, lange ziehen lassen!) – ist gut gegen Durchfall!
  • Brennesseltee wirkt entschlackend, hilfreich bei Behandlungen gegen Lahmheiten und Huflederhautentzündungen
  • Ingwertee hilft alleine oder in Verbindung mit Ackerschachtelhalm bei Arthrosebeschwerden

Die meisten Tees sind frei im Handel erhältlich, manche gibt es (zumindest die Zutaten) auch in der Apotheke. Lassen Sie ihr Pferd aber nur geringe Mengen an Tee zukommen. Alle Tee’s zwischen 10 und 20 Minuten ziehen lassen und danach abgießen. Niemals heiss verabreichen! Achten Sie darauf dass der Tee lauwarm oder kühler ist.

Anleitung / Zubereitung: 25g Tee-Extrakt auf 1 Liter Wasser sind für ein Pferd absolut ausreichend. Bei Schwarztee oder anderen “starken” Tees geben sie lieber etwas weniger Tee zum ziehen in das Wasser hinein als zuviel. 2 Liter Tee am Tag sollten ihrem Pferd vollkommen ausreichen. Auch nicht unbedingt täglich geben.

Viel Spass bei der “Teatime” mit ihrem Pferd ;-)

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Nov
5.

Pferd: Verschmutzte Wunden versorgen

In dem Artikel “Unverschmutzte Wunden beim Pferd reinigen” zeigten wir auf, wie man Wunden die nicht verschmutzt sind, selber reinigen kann. Schwieriger sieht es schon aus, wenn die Wunde Verschmutzungen aufweist. Eine verschmutzte Wunde kann schnell zum Problem werden, weil sie sich viel schneller entzünden als unverschmutzte Wunden.

Es kommt dabei nicht auf die Größe der Wunde an, im Normalfall sollten verschmutzte Wunden beim Pferd immer vom Tierarzt behandelt werden. Auch wenn sich keine Infektion bildet, heilen Wunden in denen Erde, Laub, Gras, kleine Steine oder auch Pferdehaare sitzen, langsamer als unverschmutzte.

Was man aber tun kann, wenn man keinen Tierarzt rufen möchte und die Wunde nicht eine allzu große Verletzung ist, um ein Infektionsrisiko zu minimieren, ist die Wunde mit Wasser zu reinigen und kleine Teilchen die in der Wunde kleben vorsichtig mit einer Pinzette zu entfernen und die Wunde zu desinfizieren.

Die Wunde vorsichtig mit Wasser auspülen, am besten nur von oben nach unter, je nach dem Ort der Verletzung, runter laufen lassen. Das Wasser sollte lauwarm bis kühl sein, am besten irgendwo dazwischen. Keinen harten Wasserstrahl auf die Wunde des Pferdes richten! Auch bei dieser Reinigung ziehen sie sich am besten Latexhandschuhe an um Infektionen ihrerseits zu vermeiden. Benutzen sie nur das Wasser zum reinigen, keine Schwämme oder Lappen. Nur ausspülen. Ein Gartenschlauch eignet sich hier nur, wenn man den Hahn nur ganz leicht aufdreht, am besten man benutzt eine kleine Gießkanne oder eine ausgespülte, saubere PET-Flasche, mit welcher man auch gut an Wunden von unten herankommt, indem man die PET-Flasche leicht drückt.

Um kleine Steine oder andere größere Teilchen, die in der Wunde verklebt sind, zu entfernen sollte man versuchen, diese VORSICHTIG zu entfernen. Ihr Pferd hat evtl. Schmerzen und bewegt sich vielleicht ruckartig. Versuchen Sie auf keinen Fall mit Gewalt vorzugehen! Tiefer im Gewebe sitzende Teile sollten NUR vom Tierarzt entfernt werden.

Ist die Wunde sauber gehen Sie einfach vor wie im Artikel “Unverschmutzte Wunden beim Pferd reinigen” beschrieben. Denken Sie aber daran, dass sie den Tierarzt einen Blick auf die Wunde werfen lassen. Benutzen sie also keine Cremes oder Salben die den “Einblick in die Wunde” farblich beeinträchtigen. Immer farbloses Desinfektionsspray benutzen! Der erste Verband soll nur vor Staub und weiteren Verschmutungen schützen, kleben Sie die Kompresse also nur locker über die Wunde.

Ist der Tierarzt eingetroffen wird er die Wunde professionell reinigen, desinfizieren und gegebenenfalls ausschneiden, nähen oder tackern. Zusätzlich verabreicht der Tierarzt dem Pferd meist noch ein Antibiotikum oder ein Schmerzstillendes Mittel.

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Nov
3.

Unverschmutzte Wunden beim Pferd reinigen

Ein Pferd kann sich in allerlei Situationen eine Wunde zuziehen. Besonders häufig zieht sich ein Pferd beim Ausritt, auf der Koppel oder Weide eine Wunde zu. In diesem Artikel möchten wir etwas darauf eingehen wie man kleinere Schürfwunden oder einen Hauteinriss selber behandeln kann oder was man bei Verletzungen sonst tun kann.

Wir gehen chronologisch vor, also schaut man sich als erstes die Wunde am Pferd an. Ist die Wunde klein und macht einen unverschmutzten Eindruck, so kann man – mit Latexhandschuhen um Infektionen von Pferd oder Reiter vorzubeugen – als erstes um die Wundstelle herum tasten. Niemals den Fehler machen und ohne Handschuhe in der Nähe von offenen Wunden am Pferd herumtasten! Wenn die Wunde nicht klafft oder verschmutzt ist und man nach dem abtasten keinerlei weitere Probleme, wie zum Beispiel ein Hauttasche, entdeckt wurden, so kann man die Wunde mit einem farblosen (um die Wundheilung weiter sichtbar zu verfolgen oder dem evtl. folgebehandelnden Tierarzt die Sicht nicht zu “vernebeln”, sofern keine Jodbehandlung stattfand) Desinfektionsspray desinfizieren. Bitte dabei die jeweilige Gebrauchsanweisung des Desinfektionssprays beachten. Farbige Salben oder Sprays sind also eher ungeeignet zum Desinfizieren. Sprühen sie die Wunde ruhig großzügig aus, wenn etwas herunterläuft ist das nicht schlimm, hauptsache die ganze Wunde ist ausreichend desinfiziert.

Nach dem Aufsprühen decken sie die Wunde mit einer sterilen Wundkompresse ab. Die bekommen sie in jeder Apotheke, zur Not plündern sie ihren Autverbandskaste, da sollte eine drin sein. Benutzen sie aber keine anderen Materialien wie Taschentücher, Klopapier, Küchenpapier (Haushaltsrolle) oder ähnliche Stoffe wo die Fasern in Verbindung mit Feuchtigkeit sofort aufweichen und verfallen. Die Wunde könnte wieder freiliegen und ist vor Verschmutzung nicht mehr sicher. Andere provisorische Verbandsmittel wie Lappen oder Handtücher benutzt man wirklich nur dann, wenn man in der absoluten Einöde festsitzt und keine andere Hilfe bekommen kann. Diese sollten aber auch sauber sein. Sobald ordnungsgemäßes Verbandszeug zur Hand ist, sofort austauschen!

Beim abdecken der Wunde sollte man darauf achten, dass man die Wundkompresse mindestens 2cm überhalb der Wunde liegt, sozusagen “über-ragend” auf gesunder Haut. Mit einem stabilen Klebeband (kein Tesafilm oder ähnliches) wird die Wundkompresse festgeklebt.

Falls man eine elastische Binde für das Fixieren der Kompresse verwenden möchte, so sollte man darauf achten, dass man sie nicht zu fest bindet um den Blutfluss nicht zu strangulieren. Zu hoher Druck lässt das Blut stauen. Testen Sie den Druck der elastischen Binde indem sie leicht versuchen die Binder abzuheben. Seien sie dabei sehr vorsichtig. Gibt die Binde genug nach (es sollten 1 bis 2 cm sein), so ist der Verband elastisch genug. Falls unterhalb oder oderhalb des Verbandes etwas anschwillt,so muss der Verband entfernt werden.

Man wechselt den Verband regelmäßig und schaut jeden Tag auf die Wunde um sich einen Überblick zu verschaffen wie es mit der Wundheilung voran geht. Achten Sie besonders auf Schwellungen oder Eiter in der Wunde. Sollte die Kompresse an der Wunde festkleben so spülen Sie vorsichtig so lange die Wunde bis Sie die Kompresse ohne Gewalt lösen können. Schauen sie sich die Wunde genau an, desinfizieren Sie sie nochmal und machen sie einen neuen Verband. Den Rest des Tages kann die Wunde in Ruhe heilen.

Nach 2 Tagen sollte die Wundheilung fast abgeschlossen sein, nun wechseln sie nur noch die Kompressen ohne zu desinfizieren wenn die Wunde nicht mehr feucht ist. Sobald sich eine Kruste gebildet hat, braucht man auch nicht mehr Kompressen anzulegen. Sicherheitshalber kann man noch einen Tag eine Kompresse leicht auflegen, muss man aber nicht unbedingt. Die Wundheilung kommt nun ohne Ihre Hilfe aus.

Bricht die Kruste stark auf oder Sie entdecken andere ungewöhnliche Sachen in oder um der Wunde, so ziehen Sie lieber einen Tierarzt zu Rate.

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Okt
9.

Pferde-Hufe sauber, elastisch und gesund pflegen

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Die Hufen eines Pferdes, die fast wichtigsten Körperteile des Pferdes. Denn auf den Hufen bewegt sich das Pferd fort. Sie werden ständig benutzt und sind teilweise großen Belastungen ausgesetzt. Damit ihr Pferd sich wohl fühlt und sie mehr Sicherheit beim Reiten haben, sollten sie stets auf die Hufe ihres Pferdes achten. Sie sollten die Hufe regelmäßig pflegen, in den richtigen Abständen beschlagen lassen und so Krankheiten wie zum Beispiel Lahmheit oder Huffäule vorbeugen.

Deshalb sollten sie folgendes tun um die Hufen Sauber, Elastisch und Gesund zu halten:

  • Hufe einmal täglich auskratzen und auf sichtbare Schäden kontrollieren.
  • Vor UND Nach dem Reiten auskratzen
  • Achten sie darauf, dass keine Steine oder ähnliche Fremkörper im Huf stecken, ggf. vorsichtig entfernen, bei schweren sichtbaren Verletzungen den Tierarzt benachrichtigen.
  • Ca. alle 2 Monate einen Termin mit dem Hufschmied vereinbaren. Der Schmied schneidet nachgewachsenes Horn ab und entscheidet ob die Hufen neu beschlagen (normal ca. alle 4 Monate, alte Eisen könnten brechen)  werden. Geschieht das nachschneiden nicht regelmäßig, werden die Hufe länger, die Beinstellung des Pferdes verändert sich und Sehnenschäden können die Folge sein.
  • Hufe regelmäßig waschen, im Sommer natürlich öfters als im Winter
  • Hufe regelmäßig einfetten. In etwa 2 mal pro Woche.
  • Ist das Pferd beschlagen, so kontrollieren sie den festen Sitz der Eisen. Am besten machen Sie das beim Auskratzen, das ist dann so gut wie ein „Abwasch“
  • Sind Hufeisen lose oder es fehlt sogar eins, so sollten Sie einen Hufschmied rufen
  • Niemals auf harten Böden Reiten, wenn ein Eisen fehlt oder das Pferd nicht beschlagen ist. Springen ist ohne Hufeisen gar nicht zu empfehlen. Es empfiehlt sich auf weiche Plätze oder in der Reithalle zu reiten.
  • Bei Nicht-Beschlagenen Pferden sollten scharfe Kanten am Huf mit einer Raspel geglättet werden und außerdem öfters einen Termin beim Schmied haben (alle 4 bis 6 Wochen). Sollten sich die Hufen beim Barhuf-Pferd zu stark abgenutzt haben, so wird der Schmied dem Pferd Eisen beschlagen um Lahmheit hinvorzubeugen.

Zusatzhinweise zum Einfetten:

Sind die Hufe zu trocken, sollte man sie NICHT stark einfetten. Es bildet sich dadurch eine Fettschicht auf dem Huf und nimmt keine Feuchtigkeit mehr auf.  Im Gegenteil der Huf würde noch eher austrocknen. Wenn man die Hufe ca. 2 mal in der Woche gründlich abwäscht und nur mit einem leichten Fett- oder Ölfilm einzupinseln, so ist dies ausreichend.

Wenn die Hufe extrem trocken sind, kann man sie so ca. 2 mal in der Woche mit etwas Seife abwaschen um einen evtl. Öl- oder Fettfilm gründlich zu beseitigen. Wenn Ihr Reiterhof oder Ihre Umgebung es zulässt so kann man das Pferd auch ruhig mal für ein paar Minuten im Wasser stehen lassen um die Hufe etwas elastischer zu machen. Hin und wieder hört man von dem Tipp mit den Eimern (Hufe in einen Eimer Wasser stellen). Dazu sei gesagt, wenn Sie es ausprobieren möchten, dass Sie jeweils nur eine Hufe in einen Eimer zu stellen, und nicht gleichzeitig mehrere. NACH dem Wasserbad für die Hufe, können Sie ihrem Pferd wieder einen “Nagellack” verpassen, sprich mit einem kleinen Fettfilm auf die Hufwand und Hufsohle (hier geht die meiste Feuchtigkeit verloren) versehen.

Eventuell sollten Sie auch über einen anderen Beschlag, der die betroffenen Breiche der Hufwand entlastet (breitere, mit dem Hufschmied sprechen.

Damit die vorangegangenen Maßnahmen Wirkung zeigen, braucht es auch etwas Zeit, nach 10 bis 16 Wochen Behandlung sollte genügend gesundes und stabiles Horn nachgewachsen sein, so dass Risse und Sprünge in der Hufe komplett verschwinden.

Mit dem Hufschmied sollten Sie eventuell über einen anderen Beschlag sprechen, der die betroffenen Bereiche der Hufwand entlastet. Der kann zum Beispiel eine breitere Auflagefläche für den Huf haben oder die Aufzüge an einer anderen Stelle.

Weiterleitende Links zum Thema Pferde-Hufe:

Hufe waschen und einfetten

Hufe vor dem Beschlagen elastisch machen

Brüchige, Rissige und Trockene Hufe behandeln

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Okt
8.

Brüchige, Rissige und Trockene Hufe behandeln

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Jeder Pferdebesitzer kennt das Problem, wenn vor allem im Sommer bei niedriger Luftfeuchtigkeit und hohen Temperaturen die Hufe des Pferdes brüchig werden oder sogar Risse bekommen. Das sieht nicht schön aus, sondern kann auch zu Problemen beim Beschlagen oder Krankheiten führen.

Trockene Hufe reißen schneller und leichter als geschmeidige, feuchte und vitale Hufe. Ihr Pferd ist auch an den Hufen verletzungsanfälliger (zum Beispiel für Prellungen der Huflederhaut). Folgen können aber auch zum Beispiel Hornspalten sein. Abhilfe schafft dabei regelmäßiges Abwaschen und Einfetten der Hufe, besonders bei heißem, trockenem Wetter.

Um den Feuchtigkeitshaushalt der Hufe wieder ins Gleichgewicht zu bringen, sollten sie die Hufe wässern und einfetten, worauf sie dabei achten sollten, steht hier: Hufen waschen und einfetten.

Die Ursachen für ausgebrochene Hufen sind meistens zu trockenes Horn oder auch Mineral- und Vitaminmangel. Besser Sie sorgen rechtzeitig gegen brüchige Hufe vor!

Wenn ein Vitamin- und Mineralmangel vorliegt, so lohnt es sich wahrscheinlich, den Haushalt mit einem speziellen Mineralfutter auszugleichen indem man dem Pferd dieses zufüttert. Meistens ist dieses auch im Sommer der Fall, da das Pferd einen höheren Mineralverlust durch vermehrtes Schwitzen vorzuweisen hat. Halten sie sich an die Anweisungen der Futterherstellers und bevor sie Ihrem Pferd zuviel Mineralien zuführen, sollte sie etwas weniger zufüttern, da in diesem Fall weniger meistens mehr ist um dem Pferd nicht zu schaden. Achten sie auch auf die Zusammensetzung, besonders wichtig für Hufe und Fell sind die Inhaltsstoffe Zink und Biotin. Um herauszufinden ob Ihr Pferd Mangelerscheinungen hat ist meist ein Blutbild vom Tierarzt notwendig, geben sie dieses allerdings erst in Auftrag wenn sich der Zustand der Hufen nach Selbstversorgung (waschen/einfetten/neuer Beschlag) nicht verbessert.

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7.

Hufe vor dem Beschlagen elastisch machen

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Gerade im Sommer oder anderen sehr trockenen Umweltbedingungen, werden die Hufe spröde und rissig, weil sie stark an Feuchtigkeit verloren haben. Ein Hufschmied hat es beim Beschlagen nicht unbedingt einfach und kann Probleme bekommen. Ausgetrocknete Hufe sind außerdem extrem hart.

Das Ausschneiden der Hufe wird dem Hufschmied sehr erschwert und kostet ihm viel Kraft, Nicht selten gibt es beim Nageln größere Probleme. Die Hufwand, dadurch dass sie sehr trocken und spröde ist, reisst leichter und springt dann leicht an der Stelle, an der der Nagel sie durchdringt. Dadurch entsteht schnell ein Riss der sich vom Nagelloch aus nach unten zieht. Das sieht nicht nur schön aus, es kann auch dazu führen, dass das Eisen leichter von Huf fällt.

Waschen Sie die Hufe des Pferde darum vor ihrem Termin mit dem Hufschmied mehrere Tage im Vorraus, damit die Hufen elastischer werden. Das macht auch den Beschlag der Hufen für ihr Pferd angenehmer und oben genannte Probleme werden stark begrenzt.

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6.

Hufe waschen und einfetten

Um trockenen Hufen wieder mehr Elastizität zu verleihen hilft oft waschen und einfetten.

Erst waschen Sie die Beine des Pferdes mit Wasser bis runter zu den Hufen und bürsten Bein und Hufe vom Pferd sauber. Danach Huffet auftragen. Tragen sie aber nicht zu dick mit dem Fett auf. Zuviel ist auch nicht gut, da Bakterien womöglich unter dem Fettfilm eingeschlossen werden und sich erst richtig wohlfühlen und vermehren. Weiterhin kann durch die Fettschicht keine Feuchtigkeit mehr von außen aufgenommen werden. Tragen sie Huffet nur auf, wenn die Hufe mit Feuchtigkeit ausgestattet ist. Ausreichend ist, wenn man nur die äußere Hufwand und den Kronrand (hier entsteht das neue Horn) dünn einfettet, da dort die meiste Feuchtigkeit am verdunsten verhindert wird. Außerdem kann die Hufsohle so auch weiterhin Feuchtigkeit aufnehmen. Im Winter kann man auch die Hufsohle mit Fett einzupinseln. So schützen Sie das Horn vor zuviel Feuchtigkeit (Schnee/Matsch/häufige Regentage) oder auch Streusalz.

Wichtig: Es gibt auch eine andere Form der Hufpflege, die Meinungen gehen da aber teilweise weit auseinander, nämlich das „Nichtstun“. Manche schwören drauf: Nicht wässern, nicht einfetten, nicht ölen. Das Ganze hat mit dem Abrieb der Hufen zu tun. Das gilt vor allem für „Nicht-Beschlagene“ Pferde. Ist der Boden hart, sind die Hufe trocken und hart. Würde man die Hufen stark einfetten, sind diese ja weicher und der Abrieb erhöht sich drastisch auf harten Böden.

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Sep
28.

MASH – Pferdekraftfutter

Was ist eigentlich MASH? Im Reitsport ist Mash ein Oberbegriff für ein Pferdekraftfutter aus Brei. Denn Mash heisst auf englisch nichts anderes als Brei. Gemeint ist eine Zusammensetzung verschiedener Zutaten zu einem Brei, der meist warm gefüttert wird. Ein Kraftfutter und Aufbaumittel für Pferde.

Mash besteht meistens vor allem aus Weizenkleie und wird mit verschiedenen Zutaten ergänzt. Beliebte weitere Zutaten sind Leinsamen, Melasse (Sirup-ähnlich,Restprodukt der Zuckergewinnung), Honig, Trockenschnitzel (Faserstoff, Restprodukt der Rüben- und Zuckergewinnung, sehr gut verdaulich), Haferflocken, Karottenraspeln, Apfeltrester (Pressrückstände bei der Herstellung von Apfelsaft), rote Beete Stückchen oder Traubenzucker. Generell bei allen Arten von Mash gilt: Es wird mit warmen Wasser angerührt und lässt es ausquellen.

In den meisten Fällen wird dem Pferd Mash verabreicht, wenn es krank war (z.B eine Verdauungsstörung) oder in der Genesungsphase ist. Denn Mash ist leicht verdaulich und regt die Verdauung zusätzlich an. Manche verabreichen Mash  dem Pferd auch um Medikamente schmackhaft zu machen. Pulver sollte aber gut untergemischt werden, nur draufgestreut reicht ein Schnauben vom Pferd und schon ist alles weg. Nach großen Anstrengungen kann dem Pferd auch Mash verfüttert werden, es freut sich garantiert über einen Eimer Mash nach einem anstrengenden langen Ausritt oder einem stressigen Turniertag. Mehr als 2 bis 3 mal die Woche sollte Mash aber nicht verfüttert werden.

Eine Alternative zu Mash ist der Reformhafer. Er ist meist ähnlich zusammengesetzt wie Mash, wird aber trocken verfüttert. Und HIER gibt es 2 wunderbare Mash-Rezepte!

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Sep
27.

Fellpflege beim Pferd – Richtig striegeln, putzen und waschen

Die Fellpflege ist ein elementar wichtiger Bestandteil der Pferdepflege. Das Fell vom Pferd wird nicht nur von Schmutz und Dreck befreit, man entdeckt so auch mögliche Verletzungen, Blessuren, Schwellungen oder sogar Zecken. So ist die Gesundheit des Pferdes gleich etwas mehr gewährleistet. Weitere Vorteile ergeben sich selbstständig, denn wenn das Pferd gestriegelt und gebürstet wird, so ist dies auch eine kleine Massage, ja eine Wellness-Einheit für das Pferd und sorgt außerdem für eine engere Bindung zwischen Pferd und Reiter. Jede Putzeinheit erhöht das Vertrauen.

Meistens putzt man das Pferd vor dem Reiten damit evtl. Schmutzrückstände nicht Scheuer- oder Druckstellen beim Reiten bilden. Nach dem Reiten empfiehlt es sich noch einmal mit dem Nadelstriegel den Sattel und Gurt-Bereich zu striegeln. Auch gegen den Strich, damit sich die Haare aufrichten und so ein einwachsen der Haare verhindern welches gleichzeitig Haarwurzelentzündungen vorbeugt. In kalten Jahreszeiten sollte das Pferd, wenn es stark geschwitzt hat, unter einer Abschwitzdecke trocknen und erst dann wieder in die Box wenn es vollkommen trocken ist. Bei warmen Wetter kann man das Fell kurz mit Wasser abduschen und dem Pferd eine Freude bereiten wenn es sich anschliessen im Sand oder Schlamm wälzen darf.

Welches Putzzeug benötigt wird:

  • Striegel ( Gummistriegel oder Plastikstriegel oder Eisenstriegel oder/und Elektrostriegel oder/und Nadelstriegel )
  • Kardätsche
  • Wurzelbürste
  • 2 Schwämme oder Lappen

Zur Fellpflege gehören folgende Arbeitsschritte:

1) Das Pferd anbinden

Als erstes bindet man das Pferd mit Strick und Halfter an einem sicheren und möglichst staubarmen Platz fest.

2) Fell striegeln / Das Fell aufrauhen

Das Fell striegelt man als erstes mit einem Striegel ( Gummistriegel für Anfänger, Eisen-/Elektrostriegel für Erfahrene ) in kreisrunden Bewegungen auf dem Fell ab. Auch gegen den Strich um das Fell aufzurauhen und somit von Schmutz und Staub zu befreien. Kopf, Beine und Gelenke sollten mit dem Striegel ersteinmal ausgelassen werden. Am Widerrist vorsichtig striegeln, die Haut ist an der Stelle empfindlich. Um Staub und lose Haare aus dem Striegel zu entfernen sollte man den Striegel nach ein paar Kreisbewegungen abklopfen. Die Beine werden am Besten mit der Wurzelbürste von Verklebungen und Dreck gelöst. Hier von innen nach außen bürsten. An Gelenken und den Hacken vorsichtig bürsten und ggf. das Bein des Pferdes anheben. Wenn man beginnt den Kopf des Pferdes zu reinigen, löst man das Halter und hängt es dem Pferd um den Hals. So kann es nicht “abhauen”. Man nimmt die Kardätsche und bürstet vorsichtig Verklebungen aus dem Fell. Dabei unbedingt auf Wirbel achten und nicht unbedingt gegen den Strich bürsten. Gegebenenfalls kleine Klumpen mit der Hand entfernen.

3 ) Fell bürsten / Das Fell glatt kämmen

Wenn das gesamte Fell des Pferdes aufgerauht ist beginnt man mit dem Glattstreichen des Fells. Dazu benötigt man die Kardätsche und den Striegel. Man hält die Kardätsche immer in der Hand die näher dem Kopf des Pferdes ist. Den Striegel in der Hand die dem Hinterteil des Pferdes näher ist. Durch das Vertauschen auf linker und rechter Seite des Pferdes gelangt man viel einfacher an schwer erreichbaren Körperstellen des Pferdes. Mit langen Strichen wird nun das Fell mit der Wuchsrichtung des Haares glattgebürstet. Am Ende eines jeden Strichs dreht man die Kardätsche vom Pferd weg und streift sie anschließend vorsichtig am Striegel ab. Hals, Brust, Schultern und die Vorderbeine werden so geputzt. Für den Rest wechselt man nochmal Kardätsche und Striegel zwischen rechter und linker Hand aus um an die restlichen Bereiche auch leichten Zugang zu haben.

Mit dem ersten Schwamm reinigen sie vorsichtig mit etwas Wasser die Augenregionen. Mit dem zweiten Schwamm Euter oder Schlauch. Niemals die beiden Schwämme verwechseln! Am besten man verwendet unterschiedliche Farben für die Schwämme um einer Verwechslung vorzubeugen. Anstatt eines Schwammes kann man aber auch Lotiontücher für Babys verwenden und danach entsorgen.

4) Fell waschen

Es gibt mehrere Möglichkeiten dass Fell des Pferdes zu waschen. Man kann es einfach mit reinem Wasser machen oder auch in Verbindung mit einem mildem Shampoo. Auf alle Fälle sollte das Wasser eine Lauwarme Temperatur besitzen und nicht zu kalt oder zu heiss sein. Wenn man nur mit Wasser wäscht, so kann man nach dem Abwaschen ein Fellglanzspray benutzen. Wenn man nicht weiss ob das Pferd ein Fellglanzspray verträgt, sprüht man das Spray nur an eine kleine Stelle des Fells und schaut nach ob es eine Reaktion gibt. Passiert nichts, so kann man das Spray auch großflächig benutzen.

Grundsätzlich gehören die ersten beiden Schritte zur allgemeinen Fellpflege. Das Waschen des Fells ist nur bedingt ratsam, da Chemikalien und Seife dem Fell wichtige natürliche Fette entziehen können. Das Fell sollte also nicht bei jedem Putzen auch gewaschen werden. Es empfiehlt sich das Fell ca. 2 bis 4 mal im Jahr mit Shampoo zu waschen.

Fellwechsel: 2 mal im Jahr haben Pferde Fellwechsel. Im Frühling und im Herbst. Logischerweise um für den Winter gerüstet oder für den Sommer “luftig” zu sein. Wenn der Fellwechsel bevorsteht oder schon begonnen hat, ist es sehr hilfreich das Pferd gründlich zu putzen. Das Pferd wird so nicht nur von Schmutz und den alten Haaren befreit, es regt auch die Durchblutung an und fördert so den Fellwechsel des Pferdes.

*mehr zum Thema “Fellwechsel und Glänzendes Fell”*

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Sep
26.

Fellwechsel beim Pferd – Pflege und glänzendes Fell

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2 mal im Jahr haben Pferde Fellwechsel. Im Frühling und im Herbst. Logischerweise um für den Winter gerüstet oder für den Sommer “luftig” zu sein. Wenn der Fellwechsel bevorsteht oder schon begonnen hat, ist es sehr hilfreich das Pferd gründlich zu putzen. Das Pferd wird so nicht nur von Schmutz und den alten Haaren befreit, es regt auch die Durchblutung an und fördert so den Fellwechsel des Pferdes. Außerdem gibt der Artikel Tipps, wie sie ein glänzendes Fell für ihr Pferd hinbekommen.

Das Winterfell ist deutlich dicker als das Sommerfell und glänzt weniger. Weiche, kurze Wollhaare bilden eine dichte Schutzschicht gegen kalte, niedrige Temperaturen. Bei einem dicken Winterfell des Pferdes schwitzen Pferde schneller und es dauert länger bis sie wieder trocken sind. Viele Reitern scheren ihrem Pferd das Winterfell ab und lassen sie nur noch dick verpackt in einer Abschwitzdecke oder ähnliches nach Draußen, weil die Fellpflege im Winter viel mehr Zeit in Anspruch nimmt. Das ist nachvollziehbar, sollte aber nur von erfahrenen und ambitionierten Sportreitern vorgenommen werden. Es könnte nämlich das gut funktionierende System zur Erhaltung der Körpertemperatur des Pferdes durcheinander bringen und zu Folgekrankheiten führen. Am ehesten versagt die Thermoregulation wenn das Pferd nur an einigen Körperstellen geschoren wird! Der Schweiß fließt bei einem geschorenen Pferd schneller ab und erfüllt dadurch seine Kühlfunktion durch Verdunstung nicht voll. Das Pferd produziert weiter Schweiß und verliert dadurch immer mehr Elektrolyte.

Wenn das Fell nach einem lange Winter matt wirkt könnte ein Mineral- und/oder Vitaminmangel die Ursache sein. Das Pferd wirkt dann schlapp und müde. Im Fellwechsel sollte man dem Pferd mit einer Vitamin- und Mineralstoffhaltigen Nahrung gegenüber Krankheiten vorbeugen, gerade in dieser Zeit neigen Pferde zu Koliken. Außerdem kann es zu Pilzerkrankungen, Mauke,  Hautausschlag, Infektionen oder/und Ekzemen kommen. Nicht nur für ein glänzendes Fell sollte man eine kleine Kur mit MASH versuchen. Wirkt aber bei jedem Pferd anders. Bei manchen kommt es super an, andere ( wenige ) bekommen flüssigen Kot. Am besten man spricht es mit dem Tierarzt ab wenn man sich unsicher ist.

Alternativen für glänzendes Fell beim Pferd: Glanzsprays, Luzerne ( Heuersatz mit mehr Energieinhalt ), Glanzbürsten. Wenn man in dem Futter 2 bis 3 Esslöffel Öl ( Sonneblumenöl oder noch besser: Leinöl ) hinzufügt, werden nicht nur die Vitamine im Verdauungstrakt besser gespalten, es hat den netten Nebeneffekt ein glänzendes Fell zu bekommen. Eine dauerhafte Anwendung sollte es aber nicht sein.

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